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Was gibts sonst noch in Bad Marienberg/Westerwald?

Geschichte in Bad Marienberg/Westerwald


Geschichte

Mittelalter

Urkundlich erstmals erwähnt wird eine Siedlung im Jahr 1048. Möglicherweise leitet sich ausdieser Quelle auch der Name Westerwald ab, da das Gebiet um Bad Marienberg genau westlich vonHerborn liegt. Im Jahr 1258 wird Marienberg dann als Mons sanctae Mariae bezeichnet. Im18. Jahrhundert wuchsen das vorher getrennte Obermarienberg, eine heute noch gut erkennbare ringförmige Siedlung um die Pfarrkirche herum, und Untermarienberg zusammen.

Marienberg warTeil der aus den drei ?Gerichten? (Amtsbezirken) Marienberg, Emmerichenhain und Neukirch bestehenden Herrschaft aufdem Westerwald, die in der sog. ottonisch-walramischen Erbteilung 1255 Graf Otto I. von Nassau gewann. Nach einer weiteren Teilung 1303 kam dasGebiet an Ottos Sohn Heinrich I. (III.) und war nun Teil von Nassau-Dillenburg. Von1343 bis 1561 wechselte die Herrschaft auf dem Westerwald an die Zweiglinie Nassau-Dillenburg-Beilstein. Nach deren Erlöschen trat Graf Johann VI.(der Ältere) von Nassau-Dillenburg das Erbe an. Damit waren die ottonischen Stammlande, d.h. diedeutschen Besitzungen, erstmals wieder vereint - wenn auch nur für kurze Zeit.

Neuzeit

Nach weiteren durch Erbfälle bedingten Gebietswechseln innerhalb der nassauischen Dynastie kamMarienberg als Teil der Herrschaft Beilstein unter die Regierung Fürst Wilhelms IV. von Nassau(-Dietz)-Oranien. Diesem wares 1742/43 abermals gelungen, alle ottonischen Länder innerhalb des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation zu einen. Innerhalb dernun von Dillenburg aus verwalteten deutschen Besitzungen der Oranier war Marienberg spätestens seit 1783 der Herrschaft bzw. demAmt Beilstein unterstellt. Das Kirchspiel Marienberg zählte im Jahr 1580 rund 450 Seelen undumfasste die Dörfer Bach, Bölsberg, Eichenstruth, Fehl, Großseifen, Illfurth, Langenbach, Marienberg, Hof, Pfuhl, Ritzhausen, Stockhausen, Unnau und Zinhain. Die beiden Grafschaften Sayn-Hachenburg und Sayn-Altenkirchen lagen nurwenige Kilometer nordwestlich.

Mit der Herrschaft Beilstein fiel der Ort 1806 an das napoleonische Großherzogtum Berg, woes 1808 dem Arrondissement Dillenburg innerhalb des Départements Sieg zugewiesen wurde. 1815 ging Marienberg an dasHerzogtum Nassau. Das 1816 neu organisierte Amt Marienberg umfasste 43 Dörfer sowie 20 Höfe und Mühlen in 40 Gemeindbezirken mitinsgesamt 1805 Familien und 7085 Personen. Gleichzeitig unterstand das Amt Marienberg der Jurisdiktion des Kriminalgerichts Dillenburg. ImZuge einer kurzlebigen Verwaltungsreform wurde Marienberg 1849 dem neu begründeten Landkreis Hachenburg einverleibt, bevor 1854 deralte Zustand wieder hergestellt wurde.

1866 fiel das Herzogtum Nassau an Preußen und wurde als Regierungsbezirk Wiesbaden Teil derProvinz Hessen-Nassau. Mit der Einrichtung von Landkreisen nach preußischem Vorbild wurde Marienberg 1867 Sitz des Oberwesterwaldkreises mit denÄmtern Hachenburg, Marienberg und Rennerod. Letzteres ging 1885/86 anlässlich einer Gebietsreform an den neu geschaffenen Kreis Westerburg (der zusätzlich vom Unterwesterwaldkreis dasAmt Wallmerod sowie einige Ortschaften des Amtes Selters erhielt).

Obwohl Marienberg im Jahr 1890 nur707 (meist evangelische) Einwohner zählte und offiziell noch als Dorf galt, verfügte es bereits über eine beachtliche Infrastruktur: Der Ort beherbergte ein Landratsamt, ein Amtsgericht (Landgericht Limburg ander Lahn), ein Steuer- und Katasteramt, ein Post- und Telegraphenamt, einen Vorschussverein und eine Agentur der Nassauischen Landesbank. Außerdem befanden sich imOrt eine Gerberei sowie in der Umgebung mehrere Braunkohlen-, Eisenstein- und Tongruben.

Mit dem Zusammenschluss des Kreises Westerburg mitdem alten Oberwesterwaldkreis zu einem neuen Oberwesterwaldkreis 1932 verlor Marienberg seine Funktion als Verwaltungssitz an Westerburg. Seit dem1. April 1939 mit dem Stadtrecht versehen, gehörte Marienberg nach dem Zweiten Weltkrieg zur französischen

Bad Marienberg/Westerwald im Überblick

Bad Marienberg/Westerwald
  • Einwohner: 5736
  • - Männer: 2819
  • - Frauen: 2917
  • Fläche: 9,96 km²
  • PLZ: 56470
  • Vorwahl: 02661
  • KFZ Kennzeichen: WW
  • Höhe: 470 m
  • Arbeitslose: 260
  • Bundesland: Rheinland Pfalz
  • Landkreis: Westerwaldkreis
  • Gemeinde: Bad Marienberg Westerwald