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Geschichte in Pirna
Feuersteinwerkzeuge aus dem späten Paläolithikum (etwa 12.000?8.000 v. Chr.) am Ende der letzten Eiszeit sind die ältesten Zeichen einer menschlichen Besiedlung in diesem Gebiet. Durch die klimatisch günstige Lage und fruchtbare Lößböden begünstigt, lebten hier im Neolithikum (5.500?4.000 v.Chr.) Ackerbauern und Viehzüchter in der Zeit der Bandkeramik und ihre nachfolgenden Kulturen. Nach dem Abzug von germanischen Stämmen ausdem Elbtal, welche hier ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. ansässig waren, besiedelten umetwa 600 n. Chr. die slawischen Sorben als Fischer und Bauern dieses Gebiet. DerName Pirna soll sich aus dem sorbischen ?Perno? ? ?na pernem? ? ?auf demHarten (Stein)? ableiten. Die sich im Wappen der Stadt spiegelnde Deutung des Namens vom Birnbaum ist einspäterer romantisierender Versuch. Der heutige Forschungsstand der Namensdeutung bezieht sich auf einer Darstellung vonProfessor Ernst Eichler auf die slawische Form von pirno oder pirna. Das Wort pirbedeutete glühende Asche in der slawischen Sprache. Geografisch könnte dieses eine Feuer-Rodungsstelle oder Opferstätte mit Feuer bedeuten. Mit der Eroberung des slawischen Gebietes undder Gründung der Mark Meißen durch die Ostfranken (929 gründet Heinrich I. die Burg Meißen) istauch im Pirnaer Raum wieder Besiedlung nachweisbar. Im Schutz einer wahrscheinlich schon im 11. Jahrhundert bestehenden (und 1269 erstmals urkundlich erwähnten) Burg kommt esum 1200 im Rahmen des Landesausbaus zur Entstehung eines festen Austauschplatzes unter der Burg (Suburbium). Dieser Platz erhielt schließlich vonMarkgraf von Meißen Heinrich dem Erlauchten (Wettiner) das Stadtrecht verliehen, nachdem Kaiser Friedrich II.1229 in dem ?Vertrag mit den geistlichen Fürsten? und 1233 im ?Vertrag mit denweltlichen Fürsten? auf diese kaiserlichen Rechte zu Gunsten der Landesherren (dominus terrarum) verzichtet hatte. Bereits zudieser Zeit war die Elbe ein wichtiger Handelsweg, so dass die Stadt Pirna auch sehr schnell das Stapelrecht erhielt. Zudem lag dieStadt an einer wichtigen Handelsstraße nach Böhmen. Während am Fuße der Burg rund umdie Kirche St. Marien ein unregelmäßiges Straßenmuster vorherrscht, wurde der andere Teil der Stadt, etwa aufder Höhe des Rathauses erst später schachbrettartig angelegt. Dies ist ein Beleg dafür, dass die Stadt nicht planmäßig gegründet wurde, sondern auseinem viel älteren Siedlungskern hervorgegangen ist. 1233 wird Pirna erstmals urkundlich erwähnt. 1293 erwirbt König Wenzel II.von Böhmen Stadt und Burg vom Meißner Bischof, wodurch Pirna bis 1405 zu Böhmen gehört. 1307 wird das Dominikanerkloster gegründet, und 1325 bestätigt König Johann vonBöhmen das für die Stadt einträgliche Stapelrecht. Pirna entwickelt sich zu einer bedeutenden Niederlassung im markmeißnisch-böhmischen Grenzgebiet. 1351 hält König Karl IV.von Böhmen (welcher vier Jahre später Kaiser wird) in Pirna einen Fürstentag ab, beidem es um die Schlichtung von Streitigkeiten um die Mark Brandenburg geht. Gut 50Jahre nach der Rückkehr Pirnas in die Mark Meißen bekommt Kurfürst Friedrich II. vonSachsen im Vertrag von Eger den Besitz der Stadt bestätigt. Pirna bleibt aber böhmisches Lehen. Im Jahr 1317 wird das erste Mal eine Schule inPirna erwähnt. Man weiß aber nicht, in welchem Gebäude sie war. Spätestens seit 1465 gibt esein Schulhaus am Ort der heutigen "Mägdleinschule". Die Knabenschule zog 1540 ins freigewordene Dominikanerkloster um und1583 in die obere Burgstraße. Im Jahr 1409 erlaubte der damalige Landesherr, Markgraf Wilhelm zu Meißen, der Stadt Pirna, anjedem Sonnabend einen freien Wochenmarkt abzuhalten. Die Urkunde befindet sich im Stadtarchiv. Mit dem Aufkommen des Eisenerzbergbaus im Osterzgebirge Mitte des 15. Jahrhunderts wu
Geschichte Steinzeit
Mittelalter
Kupferstich vonMerian (1650)Der Marktplatz von Pirna
(Bernardo Bellotto, 1753-54)
Pirna im Überblick
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