Eschelbronn City Guide
Leben, Freizeit und Urlaub in Eschelbronn, Baden Wuerttemberg

Was gibts sonst noch in Eschelbronn?

Geschichte in Eschelbronn


GeschichteSchenkungsurkunde des Lehnsherren Folkrich

Bei archäologischen Ausgrabungen unter der Leitung von Dr. Lutz aus Karlsruhe, inden Jahren 1971-75, wurden Spuren landwirtschaftlicher Siedlungen und Überreste von Pfahlbauten entdeckt, die bereits aus derfrühen Karolingerzeit stammen.

Ortsgeschichte

Erwähnt wurde Eschelbronn erstmals im Jahre 788/789 in einer 14Tagewerke (47.726 m²) umfassenden Schenkungsurkunde des Lehnsherren Folkrich, die im Kloster Lorsch, kurz nach dem Toddessen Frau Regisvinde gezeichnet wurde.

Im Jahr 1251 wurde der erste Ortsherr Heinrich von Eschelbrunnen, der Gefolgsmann von Konrad von Düren, als Zeuge in einer Urkunde erwähnt. Den Ausgrabungen nach, lebte dieser aufdem heutigen Schloßplatz in einem Herrenhaus aus Holz, aus dem 1267 eine hölzerne Wasserburg entstand, die1375 in eine Burg aus Stein umgebaut wurde.

Gegen Ende des 13. Jahrhunderts, um 1290, gelangte dasDorf in den Besitz des Bischofs aus dem Bistums Speyer. Ab 1320/25 unterlagen diesem auch die derzeitigen Burgbesitzer. Bis zumfrühen 19. Jahrhundert wechselten Herrschaften und Besitztümer durch Leihgaben an mehrere Niederadelsfamilien, Aufteilungen und umstrittenen Erbschaften besonders häufig. 1418 kamen Burg undOrt von den Herren von Hettingen an die Herren von Venningen. 1526 wurde diegesamte Bevölkerung durch den Ortsherrn Joachim von Seckendorf lutherisch getauft. Dieser ließ auch dieerste Kirche des Ortes auf dem noch heutigen Standort erbauen. 1555 wurde Eschelbronn vonChristoph von Seckendorf geerbt. Dieser hatte bei seinem Tod 1571 keine Söhne an diedas Lehen hätte weitervererbt werden können. Basierend auf einer Regelung seines Großvaters ging esjedoch nicht zur Umverteilung an das Speyerer Hochstift zurück, sondern konnte auf die Ehemänner der drei Töchter Christoph von Seckendorfs übertragen werden. Die Familien von Eltz und Landschad von Steinach teilten denBesitz und die Ortsherrschaft untereinander auf und lebten fast 100 Jahre nebeneinander in dem Wasserschloss, während der Anspruch der dritten Partei anderweitig geltend gemacht wurde.

Als 1676 der letzte Nachkomme derFamilie starb kam es zum Erbstreit, den zwölf Jahre später die Herren von derFels gewannen. Auch diese starben 1734 aus, worauf das Erbe 1751 nach weiteren Streitigkeiten an Eberhard Dietrich Capler von Oedheim, genannt Bautz ging, derdie Herrschaft acht Jahre später an den neuen Vogtsherrn Karl Philipp von Venningen verkaufte. Die Besitz- und Vermögensverhältnisse des Ortes wurden vonihm während seiner 37-jährigen Herrschaft genaustens dokumentiert. Bei der Errichtung eines Gutshofs, das spätere "Schloß", kames zu Rebellionen der Bevölkerung, da diese von Karl Philipp von Venningen zu weitaus härteren Frondienste beansprucht wurde als inden Jahren zuvor. Als Reaktion lieferte er 1763 die vier Anführer der Aufstände imMannheimer Zuchthaus ein und quartierte ein Strafkommando von 12 Dragonern und einem Unteroffizier imOrt ein. Am 27. August 1797 starb Karl Phillip von Venningen.

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss vom25. Februar 1802 verloren die Herren von Venningen und das Bistum Speyer ihre Unabhängigkeit. 1803 wurde Eschelbronn unter Napoleon Baden zugewiesen undging somit an den Großherzog Markgraf von Baden über. 1807 kam die Gemeinde zumOberamt Waibstadt und wurde 1813 dem Bezirksamt Sinsheim zugewiesen.

Durch die Anbindung an die Verkehrswege 1862 mit der Fertigstellung derBadischen Odenwaldbahn wuchs mit den verbesserten Transportmöglichkeiten auch die Zahl der Einwohner von 871(im Jahr 1852) auf 1024 (im Jahr 1873). Bis zum 31. Dezember 1972 blieb Eschelbronn demLandkreis Sinsheim zugehörig und ging danach in den Rhein-Neckar-Kreis über.

Im Mai 1957 wurde unter Initiative des Bürgermeisters Philipp Dinkel die Siedlergemeinschaft Eschelbronn als Interessengemeinschaft von Eigenheim- und Bauplatzbesitzern aus demBaugebiet Im Grund gegründet. S

Eschelbronn im Überblick

Eschelbronn
  • Einwohner: 2572
  • - Männer: 1278
  • - Frauen: 1294
  • Fläche: 8,24 km²
  • PLZ: 74927
  • Vorwahl: 06226
  • KFZ Kennzeichen: HD
  • Höhe: 156 m
  • Arbeitslose: 80
  • Bundesland: Baden Wuerttemberg
  • Landkreis: Rhein Neckar Kreis
  • Gemeinde: Eschelbronn